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# Einwilligung & Compliance

> Universelle oder kanalbezogene Opt-outs konfigurieren und kanalübergreifende Suppressions verwalten.

Einwilligung & Compliance steuert, wie **Marketing-Opt-outs** in einem
Workspace durchgesetzt werden. Die Suppression ist immer aktiv.
Workspace-Owner und -Admins konfigurieren den Modus unter
**Settings → Data → Suppression**; andere Mitglieder haben
schreibgeschützten Zugriff.

## Einwilligungsmodi

### Universelle Abmeldung

Ein Opt-out über einen beliebigen Kanal sperrt den verknüpften Kontakt für Marketing-Kommunikation über Voice, SMS, E-Mail und unterstützte Messaging-Kanäle.

Der universelle Modus ist die konservative Standardeinstellung und steht in
jedem Plan zur Verfügung.

### Abmeldung pro Kanal

Ein Opt-out gilt nur für den Ursprungskanal. Eine SMS-Abmeldung blockiert
beispielsweise SMS-Marketing, während eine eigenständige Einwilligung für Voice
oder E-Mail weiterhin nutzbar sein kann.

Der kanalbezogene Modus benötigt das Plan-Feature **Consent & Compliance**.
Steht es nicht zur Verfügung, bleibt der Workspace im universellen Modus; die
Durchsetzung von Suppressions wird niemals deaktiviert.

<Note>
  Eine Änderung des Workspace-Modus schreibt frühere Opt-outs nicht um. Die beim Opt-out angewandte Regel bleibt im Audit-Verlauf nachvollziehbar.
</Note>

## Suppressions-Einträge

Ein aktiver Eintrag kann mit einem Kontakt, einer Telefonnummer oder einer E-Mail-Adresse verknüpft sein. Er zeigt die betroffenen Kanäle, den Ursprung der Anfrage, den Grund und den Erstellungszeitpunkt.

Eine Liste mit `channel`-Filter enthält sowohl Einträge für diesen Kanal als
auch universelle (`all`) Einträge, da beide die Kontaktaufnahme über den
angefragten Kanal blockieren.

## Einwilligung wiederherstellen

Die Wiederherstellung löscht den Compliance-Verlauf nicht. Die aktive
Suppression wird widerrufen und ein Opt-in-Event an den Audit-Trail angehängt.

Verwende möglichst die ID des Suppressions-Eintrags. Die API akzeptiert auch eine URL-codierte E.164-Nummer oder E-Mail-Adresse.

<Warning>
  Stelle eine Einwilligung nur wieder her, wenn dafür eine angemessene,
  dokumentierte Grundlage vorliegt. Produkteinstellungen unterstützen die
  Durchsetzung, ersetzen aber keine rechtliche Prüfung für Rechtsraum, Zweck und
  Kommunikationskanal.
</Warning>

## Rechtliche Grundlage für Kontaktaufnahmen

<Note>
  Dieser Abschnitt enthält allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Marketing- und Telemarketing-Regeln unterscheiden sich je nach Land und Kanal – kläre deinen konkreten Fall vor dem Start einer Kampagne mit deiner Rechtsberatung ab.
</Note>

Voice-, SMS- und E-Mail-Kontaktaufnahme unterliegen den Regeln des Landes, in das du anrufst oder schreibst – nicht nur denen am Sitz deines Workspaces. Ein paar Regelwerke kommen dabei am häufigsten vor:

| Region            | Wichtigste Regeln                                                                                                                                                                    |
| ----------------- | ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ |
| Europäische Union | DSGVO: eine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung (Art. 6), wirksame Einwilligungsvoraussetzungen (Art. 7) und Informationspflichten gegenüber der kontaktierten Person (Art. 13/14). |
| Deutschland       | UWG §7 – unaufgeforderte Telefon-/E-Mail-Werbung ist gegenüber Verbrauchern stark eingeschränkt und erfordert gegenüber Unternehmen ein „mutmaßliches Interesse“.                    |
| Österreich        | TKG 2021 §107 – unaufgeforderte Anrufe und Nachrichten benötigen grundsätzlich eine vorherige Einwilligung, auch bei Geschäftskontakten.                                             |
| Schweiz           | nDSG sowie der Sterneintrag („Robinson-Liste“) als Opt-out für Werbeanrufe.                                                                                                          |
| USA               | TCPA und CAN-SPAM – deshalb ist die **universelle Abmeldung** (oben) die empfohlene Standardeinstellung: Ein Opt-out über einen beliebigen Kanal unterdrückt alle Kanäle.            |

Praktische Grundregel unabhängig von der Region: Halte für jeden Kontakt eine dokumentierte Grundlage fest (Einwilligungsnachweis, bestehende Geschäftsbeziehung oder berechtigtes Interesse), mach das Abmelden einfach und sofort wirksam, und bewahre den Audit-Trail, den Suppressions-Einträge bereits liefern. Kombiniere das mit den [Datenaufbewahrungs](/de/settings/data-retention)-Einstellungen deines Workspaces, damit Kontakt- und Einwilligungsdatensätze nicht länger als nötig aufbewahrt werden. Speziell für ausgehende Anrufe siehe [Dialer, Wiederholungen & Compliance](/de/campaigns/dialer-and-compliance).

## KI-Kennzeichnungspflicht

Seit August 2026 verlangt die **Transparenzpflicht der EU-KI-Verordnung (Art. 50)**, dass Personen darüber informiert werden, wenn sie mit KI interagieren – zum Beispiel mit einem KI-Sprachassistenten in einem Anruf –, sofern sich das nicht ohnehin aus dem Kontext ergibt. Ein kurzer, klarer Hinweis genügt, etwa wenn der Anrufer zu Beginn erfährt, dass er mit einem KI-Assistenten spricht.

<Tip>
  Am einfachsten hältst du das ein, indem dein Assistent es als Teil seiner Eröffnung sagt – siehe [Prompts schreiben](/de/assistants/prompt-writing) zur Struktur einer Assistenten-Begrüßung. Verwendet dein Assistent eine **geklonte Stimme**, gilt zusätzlich eine verwandte, aber eigenständige Kennzeichnungspflicht – siehe [Einwilligung zum Stimmenklonen](/de/assistants/voice-cloning-consent).
</Tip>

## REST API

Workspace-Modus lesen oder ändern:

```bash theme={null}
curl https://YOUR_DOMAIN/api/v1/settings/consent-compliance \
  -H "Authorization: Bearer fam_..."
```

```bash theme={null}
curl -X PATCH https://YOUR_DOMAIN/api/v1/settings/consent-compliance \
  -H "Authorization: Bearer fam_..." \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d '{"mode":"per_channel"}'
```

Opt-out erfassen:

```bash theme={null}
curl -X POST https://YOUR_DOMAIN/api/v1/suppression-list \
  -H "Authorization: Bearer fam_..." \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d '{
    "email": "contact@example.com",
    "channel": "email",
    "reason": "Unsubscribe request"
  }'
```

Die Suppression-API erwartet mindestens `contact_id`, `phone` oder `email`.
Fehlt `channel`, wird bei einer Telefonnummer `voice` und bei einer
E-Mail-Adresse `email` verwendet. Mit
`GET /api/v1/suppression-list?channel=sms` werden Einträge aufgelistet, die SMS
blockieren. Ein einzelner Eintrag wird mit
`DELETE /api/v1/suppression-list/{id-or-identity}` wiederhergestellt.

REST-Scopes sind `settings:read` / `settings:write` für den Modus und
`suppression:read` / `suppression:write` für Einträge.

## MCP

* `get_consent_mode` und `set_consent_mode`;
* `list_suppression_entries`;
* `add_suppression_entry`;
* `remove_suppression_entry` (stellt Consent wieder her und behält den
  Audit-Trail).

MCP folgt denselben Berechtigungen und liefert dieselben kundenrelevanten Daten wie die REST-API.
